Work-Life-Balance: Eine Win-Win-Situation für alle

Work-Life-Balance reduziert Stress für ArbeitnehmerInnen und führt so zu einer höheren Produktivität. Die Vereinbarkeit von Beruf und Freizeit sei damit nicht nur im Interesse der einzelnen ArbeitnehmerInnen, sondern auch von strategischer Bedeutung für die Wirtschaft, so Irlands Premierminister Bertie Ahern, in seiner Rede zum diesjährigen Foundation Forum in Dublin. Führende Politiker der EU, die zum Kongress gekommen waren, mahnten die Wirtschaft durch Work-Life-Balance-Initiativen den Herausforderungen wie dem demographischen Wandel und einem Fachkräftemangel entgegenzutreten. Work-Life-Balance könne den Anteil von Frauen sowie älteren und damit erfahrenen ArbeitnehmerInnen am Arbeitsmarkt erhöhen, so Ahern weiter.

Die DiskussionsteilnehmerInnen des Kongresses kamen zu dem Schluss, dass WLB-Initiativen ein Gewinn für Alle seien, sowohl für ArbeitnehmerInnnen als auch ArbeitgeberInnen. Angeführt wurden Vorteile wie geringere Krankenstände, eine höhere Produktivität und ein verbessertes Image auf Unternehmensseite sowie eine höhere Arbeitszufriedenheit, eine flexiblere Zeiteinteilung und weniger Stress auf ArbeitnehmerInnenseite. Zudem wäre eine höhere Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft, als Folge von WLB-Initiativen, ein Gewinn für die gesamte Gesellschaft.

Wie Daten der „Quality of Life“ Studie (European Foundation for Improvement of Living and Working Conditions) zeigen, fühlen sich durchschnittlich 23 Prozent der EU BürgerInnen zu müde, um Aufgaben im Haushalt nach Arbeitsende zu erledigen. Rund 15 Prozent der Bevölkerung in den neuen Mitgliedsstaaten der EU berichten von Schwierigkeiten, ihre familiären Verantwortungen mit den beruflichen Verpflichtungen vereinbaren zu können. Dabei berichteten insbesondere Frauen von der Schwierigkeit, Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen.