Tagung „Erfolgreiche Migration“

Die Psychologische Hochschule Berlin und der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. laden für den 5. Mai 2017 zu einer öffentliche Tagung zu den psychologischen und gesellschaftlichen Bedingungen erfolgreicher Migration ein.

Ziel der Veranstaltung ist es, aus politischer und wissenschaftlicher Perspektive Aspekte erfolgreicher Migration öffentlichkeitswirksam zu diskutieren. Die Tagung richtet sich an Migrantenverbände, PolitikerInnen, JournalistInnen, Behörden und WissenschaftlerInnen. Gemeinsam sollen die Chancen und die gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen einer erfolgreichen Migrationspolitik erörtert werden.

Gerade zur rechten Zeit

Deutschland hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einer multikulturellen Gesellschaft entwickelt und wurde jüngst erneut zu einem Hauptzielland für Migration. Der Migrationsbericht 2014 vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge verzeichnet für das Berichtsjahr die höchste Zuwanderung seit 1992. Jeder fünfte Einwohner Deutschlands hat heute einen Migrationshintergrund und dieser Anteil wird deutlich steigen. Für Wirtschaft und Politik bietet dies umfangreiche Chancen, wenn die damit verbundenen gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen – die in aktuellen Debatten deutlich zutage treten – gemeistert werden. Derzeit stehen den integrativen und positiven Auffassungen von Zuwanderung deutlich ausgrenzende und ablehnende Haltungen gegenüber.

Interdisziplinär & Multi-Stakeholder

Eine erfolgreiche Migration beinhaltet nicht nur eine Integration in das kulturelle Wertesystem und in die Arbeitswelt, sondern auch in den Alltag von Nachbarschaft, Vereinsleben, Freizeit- und Politikangeboten bis hin zum eigenen ehrenamtlichen Engagement der Migranten. Für diesen Alltag relevante Aspekte werden die wissenschaftlichen Beiträge beleuchten:

  • Prof. Dr. Haci Halil Uslucan (Universität Duisburg-Essen) wird unter dem Titel „Verkannte Begabungen von Zuwanderern im Bildungskontext“ seine Forschungsergebnisse zu Erfolgsbedingungen von Migration vorstellen
  • Über „Migration und Diskriminierung“ spricht Prof. Dr. Andreas Zick, Institutionsleiter für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung, Universität Bielefeld

Außerdem werden VertreterInnen des Innenministeriums und des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge politische Dimensionen des Themas ansprechen.

  • „Ältere Migranten und Migrantinnen – Rückkehr oder Verbleib?“ Dr. Peter Schimany, Internationale Forschungskontaktstelle, Bundesamt für Migration und Flüchtlinge
  • „Migration – Herausforderungen in der Gegenwart und für die Zukunft“ Norbert Seitz, Abteilungsleiter Migration, Flüchtlinge, europäische Harmonisierung, Bundesministerium des Innern

Informationen und Veranstalterin:

Sektion Politische Psychologie des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen und

Psychologische Hochschule Berlin. Anmeldung über service@psychologische-hochschule.de

Die Psychologische Hochschule Berlin (PHB) ist eine staatlich anerkannte Hochschule auf universitärem Niveau in privater gemeinnütziger Trägerschaft. Sie fokussiert mit allen ihren Angeboten Grundfragen und Anwendungsbereiche der Psychologie in den Lebensbereichen Gesundheit und Psychotherapie, Bildung, Arbeit, Recht und Gesellschaft. Sie fungiert als gemeinnützige GmbH in indirekter Trägerschaft des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen. Neben Forschung und Lehre sieht sie auch den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden in die Gesellschaft als zentrale Aufgabe der Universität an. Sie bietet derzeit Masterstudiengänge für Psychologie, für Rechtspsychologie und Familienpsychologie sowie für Psychotherapie in verhaltenstherapeutischer und tiefenpsychologischer Ausrichtung an.

Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. (BDP) vertritt die beruflichen Interessen der niedergelassenen, selbständigen und angestellten/beamteten Psychologinnen und Psychologen aus allen Tätigkeitsbereichen. Als anerkannter Berufs- und Fachverband ist der BDP Ansprechpartner und Informant für Politik, Medien und Öffentlichkeit in allen Fragen der  beruflichen Anwendung von Psychologie und Psychotherapie. Der BDP wurde vor 70 Jahren am 5. Juni 1946 in Hamburg gegründet. Heute gehören dem Verband rund 11.500 Mitglieder in 13 Landesgruppen und 11 Sektionen an.

Die Sektion Politische Psychologie im BDP befasst sich in Forschung, Fortbildung und Berufspolitik mit den wechselseitigen Beziehungen zwischen Psychologie als Wissenschaft und als Beruf einerseits und Politik und Gesellschaft andererseits.