Studie: Work-Life-Balance steigert Unternehmenserfolg

Betriebliche Personalpolitik, die auf die Vereinbarkeit von Arbeits- und Privatleben setzt, leistet einen wichtigen Beitrag zum Unternehmenserfolg. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Work-Life-Balance – Motor für wirtschaftliches Wachstum und gesellschaftliche Stabilität“ der Prognos AG im Auftrag des BMFSFJ und acht deutscher Großunternehmen. Neben betriebswirtschaftlichen Vorteilen kommt es auch auf der volkswirtschaftlichen Ebene zu positiven Effekten, so die Prognose der Studie. Auf Grundlage einer volkswirtschaftlichen Modellrechnung gehen die ForscherInnen von folgenden Entwicklungen aus: Innerhalb des Zeitraums von 2006 bis 2020 könne durch die Ausweitung von Work-Life-Balance-Maßnahmen ein zusätzliches Bruttoinlands-produkt von 248 Mrd. Euro erzielt werden. Einen positiven Effekt für den Arbeitsmarkt sehen die ForscherInnen in der Schaffung von 221.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen bis zum Jahr 2020. Für die betriebliche Ebene ist besonders folgende Aussage interessant: Konsequent und nachhaltig implementierte Work-Life-Balance Maßnahmen könnten die Produktivität pro Erwerbstätigen-stunde um 1,6 Prozent steigern! Die Modellrechnung basiert auf der Annahme, dass 30 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten von Work-Life-Balance-Maßnahmen profitieren. Das Spektrum an Work-Life-Balance-Maßnahmen ist dabei vielfältig. Es reicht von einer intelligenten Verteilung von Arbeitszeiten im Lebensverlauf über Telearbeit und Job-Sharing-Angebote bis hin zu betrieblicher oder betrieblich unterstützter Kinderbetreuung sowie der Gesundheitsprävention. Die Unternehmensbeispiele der Studie zeigen, dass Work-Life-Balance-Konzepte keinen Standard-baukasten bieten. Sie müssen unternehmensindividuell angepasst werden und die Bedürfnisse der Beschäftigten berücksichtigen. Die komplette Studie finden Sie unter: hier