STOXX50 KONZERNE BELOHNEN SICH FÜR IHR DIVERSITY MANAGEMENT

Deutsche Unternehmen befinden sich weiterhin unter dem internationalen Durchschnitt

In ihren aktuellen Geschäftsberichten thematisierten 80% aller Stoxx50 Unternehmen „Diversity“ und 92% in ihren CSR-Berichten. Im Vergleich zu 2007 bedeutet dies einen Anstieg von 4% bei den Geschäftsberichten und einen Rückgang von 2 % bei CSR-Berichten. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie, die von Ungleich Besser Diversity Consulting bereits zum zweiten Mal durchgeführt wurde. „Diversity Management setzt sich weiter durch, weil immer mehr Unternehmen sichtbare Erfolge damit erzielen. Im internationalen Geschäftsumfeld ist Diversity ohnehin unverzichtbar“, kommentiert Michael Stuber, Inhaber von Ungleich Besser, das Ergebnis. Allerdings schneiden die deutschen und schweizerischen Unternehmen im Stoxx50 Vergleich, wie schon 2007, unterdurchschnittlich ab.

Der internationale Vergleich der Studie zeigt, dass in allen Länderclustern im Stoxx50 mindestens 65% der Jahresberichte Diversity präsentieren. Die deutschen und schweizerischen Konzerne rangieren mit einer Abdeckung von 75% dennoch im unterdurchschnittlichen Bereich, während sie vor zwei Jahren genau dem Durchschnitt entsprachen. Im aktuellen Analysezeitraum wurden sie zum Beispiel von BeNeLux überholt, wo jetzt – wie in Großbritannien – Diversity in allen Geschäftsberichten erwähnt wird. Bei den CSR-Berichten liegt das Cluster Deutschland/Schweiz mit 94% leicht über dem Durchschnitt von 90%. Allerdings thematisieren alle britischen und alle skandinavischen CSR-Berichte Diversity. 2007 bildete das schweizerisch-deutsche Cluster noch das europäische Schlusslicht.

Die Anzahl der Unternehmen, die Diversity in ihren CSR-Berichten in einem ganzen Kapitel darstellen, hat sich im Vergleich zu 2007 mehr als verdreifacht (von 7 auf 22). Dagegen sank die Zahl der Jahresberichte, in denen Diversity eine ganze oder mehr einnimmt von neun auf fünf. Die Studie zeigt auch, dass sich die Art der Berichterstattung deutlich gewandelt hat: Im Vergleich zu 2007 präsentieren deutlich mehr Unternehmen konkrete Erfolge als Ergebnis von Diversity Management, während die reine Darstellung programmatischer Aktivitäten gesunken ist. „Die Kommunikation der Unternehmen spiegelt die Mehrwerte wider, die Unternehmen mit Diversity erzielen”, so Diversity Experte Michael Stuber. Sie erhielten damit die Belohnung für ihr langjähriges Commitment.

Methodik: Das Projektteam von Ungleich Besser hat für diese qualitative und quantitative Analyse zunächst die aktuellen Geschäftsberichte aller Stoxx50 Unternehmen beschafft und ausgewertet (Berichtsjahr 2009). Im Anschluss wurde die Studie ausgeweitet, um ebenfalls alle CSR-Berichte abzudecken. Zunächst beschränkten sich die Analysen darauf, das Vorhandensein von Diversity Inhalten in den Berichten zu identifizieren um dann die Tiefe und den Geltungsbereich der Diversity-Inhalte zu beurteilen. Die Daten wurden nach Region, Branche und Trends aufgearbeitet. Abschließend wurden die Daten und Analysen der Geschäftsberichte mit denen der CSR-Berichte sowie mit den Ergebnissen der Vorgängerstudie von vor zwei Jahren (Berichtsjahr 2007) vergleichen.