Professionelle Evaluation zeigt Mehrwert von Gender Diversity Netzwerk

Dass programmbegleitende Evaluationen einen wertvollen Blick auf die Wirksamkeit von Diversity-Maßnahmen geben können, zeigt das Beispiel des Technologie-Unternehmens Infineon:  Das innovative Gender Diversity Netzwerks (GDN) wurde von seiner Gründung an in Bezug auf Zusammenarbeit, Zufriedenheit und Umfeldwahrnehmung ausgewertet. Die Ergebnisse dienten der Steuerung, Optimierung und dem Reporting.

Gerade das richtige Messverfahren stärkt ein innovatives Konzept. Dies zeigt die mehrdimensionale Evaluation des Gender Diversity Netzwerks (GDN) von Infineon. Von Anbeginn analysierte eine externe Evaluatorin die Wahrnehmungen der Netzwerk-Mitglieder bezüglich Zielführung und Effektivität des Netzwerkes sowie die Wirkungen auf das unmittelbare Umfeld. Nach einer ersten Messung anlässlich der Gründung erfolgten drei weitere in etwa in halbjährlichem Abstand. Anonyme Online-Erhebungen dienten als Methode, wobei Standort und andere Kriterien zu Auswertungszwecken abgefragt wurden.

Die Fragen zum Entwicklungsprozess, zur Zufriedenheit mit der Zusammenarbeit und zur wahrgenommenen Wirkung zeigten, dass sich das Netzwerk nach erfolgter Ausrichtung effektiv mit Kernfrage rund um Gender befassen konnte. Das Darstellen von Meilensteinen und die effektive Organisation und Koordination durch das Begleitteam trugen hierzu bei. Die Evaluation identifizierte vier Phasen, die das Netzwerk-Projekt durchlief: Orientierungsphase, Organisationsphase, Fokussierungsphase und Transferphase. Die meisten Arbeitstreffen des GDN wurden vom Diversity-Experten Michael Stuber gestaltet und moderiert.

Die Befragung von Personen aus dem Netzwerkumfeld zeigte die Wirkung des GDN nicht nur bezogen auf den Bekanntheitsgrad des Netzwerks und damit des Themas, sondern auch in Form von Verbesserungen im Bereich Gender, die an allen teilnehmenden Standorten wahrgenommen wurden. So wurde mit der Zeit nicht nur häufiger sondern auch positiver über das Thema Gender Diversity gesprochen.

Das GDN erarbeitete verschiedene Empfehlungen und wirkte an der Weiterentwicklung von Prozessen und Instrumenten mit. Das Gender Diversity Cockpit, das zur regelmäßigen Berichterstattung dient, entstand im Rahmen der Netzwerkarbeit unter Mitwirkung von Ungleich Besser Diversity Consulting. Es bildet quantitative Faktoren, HR Kernprozesse, die Unternehmenskultur, spezifische GDN Aktivitäten sowie die qualitative Resultate ab. Dieses und weitere Inhalte sind im GDN Projektbericht dargestellt, der hier abgerufen werden kann.