Mitarbeiter-Netzwerke als Diversity-Instrument

Es ist keineswegs eindeutig, was genau unter einem Beschäftigten-Netzwerk im Rahmen des Diversity Management zu verstehen ist. Eine neue Bezeichnung, die sich aus den USA kommend in den letzten Jahren durchgesetzt hat – Employee Resource Groups („ERG“) – gibt allerdings einen Hinweis:

MitarbeiterInnen sollen als Ressourcen, also als produktive Elemente, im Diversity Management eingesetzt werden. Der Begriff weist weniger auf einen weiteren wichtigen Aspekt hin: Die Gruppe bietet für ihre Mitglieder und für das Unternehmen eine wichtige Netzwerkfunktion. Damit sind bereits die wesentlichen Motivatoren für ERGs genannt: Sie bieten eine zusätzliche Struktur für die beteiligten Beschäftigten, für deren Austausch und damit zur gegenseitigen Unterstützung.

Für das Unternehmen sind ERGs themenspezifische Ansprechpartner, sowohl zur gezielten Verbreitung wie auch zur Einholung von Informationen. Was sich nach einem simplen Instrument anhört,stellt jedoch in der Umsetzung mitunter eine echte Herausforderung dar. Hauptgrund sind nicht etwa praktische oder persönliche Hürden, sondern die Frage, ob ein Netzwerk grundsätzlich in den jeweiligen unternehmenskulturellen Kontext passt. Als US-amerikanischer Ansatz basiert es auf dem dort gesellschaftlich tief verankerten persönlichen  Einsatz, den Menschen üblicherweise für jene Themen zeigen, die ihnen am Herzen liegen. Diese kulturelle Basis fehlt in der deutschen Lobbyisten-Kultur. Dennoch bilden ERGs in immer mehr Unternehmen ein effektives Mittel der themen-fokussierten Einbeziehung von Beschäftigten. Denn sie dienen dazu, verschiedene Facetten von Diversity sichtbar zu machen und Interessierten eine Plattform für Erfahrungsaustausch und ggf. auch berufliche Weiterentwicklung zu geben.

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