Mit Diversity die Potenziale der Generationen nutzen

Die Zukunft Personal ist eine der größten Personalmessen im deutschsprachigen Raum. Auch dieses Jahr fanden sich vom 22. bis 24. September zahlreiche Personalverantwortliche in den Messeräumen in Köln ein. Diversity-Experte Michael Stuber hielt einen Vortrag über die Vielfalt der Generationen und die Nutzung ihrer Potenziale.
Dabei legte er dar, dass Vielfalt beim Einzelnen anfängt und durch bewusst positive Beachtung und eine offene Geisteshaltung auch auf der Organisationsebene zu Ergebnissen führt. Das gilt auch – und gerade – für die Dimension Alter als Komponente eines ganzheitlichen Ansatzes. Alter stellt bereits jetzt ein viel beachtetes Thema in Unternehmen dar. Es zerfällt in drei Gruppen: Junge Menschen, Personen mittleren Alters und alte Menschen. Das bemerkenswerte an dieser Dimension ist die Tatsache, dass jede/r im Laufe des Lebens zu diesen verschiedenen Gruppen gehört. Dennoch sind Spezifika der jeweiligen Gruppen nie gleich, weil sie dem Generationswandel unterliegen. Klassisches Beispiel sind hier die Generationen X und Y, die mit Ihrer Einstellung zur Work/Life-Balance sehr unterschiedlich sind. Somit wird Alter zu einem Kernbaustein eines vernetzten Diversity-Ansatzes. Viele Initiativen der Unternehmen belaufen sich auf die Förderung einer offenen Kultur, Weiterbildungsbeteiligung und Förderungen der Beschäftigungsfähigkeit. Wie Studien zeigen, werden bereits eine Reihe an Maßnahmen vorangetrieben, etwa flexiblere Arbeitszeiteinteilung und altersgemischte Teams, wie die Deutsche Bank es schon anwendet.
Dies ist ein erster Baustein, der es erlaubt auf die vielen Herausforderungen, welche die Dimension Alter mit sich bringt, eine Lösung zu finden. Dennoch sind Vorurteile gegenüber dem Alter immer präsent. Auch findet sich oft eine viel zu statische Sichtweise des Alters aufgeteilt in jung und alt, was einem Schwarz-Weiß-Denken gleich kommt. Alter ist nicht nur ein biologisches Thema, erinnert sei an das Sprichwort: „Man ist so alt wie man sich fühlt“. Das Ergebnis sind Barrieren, die eine volle Entfaltung oft verhindern. Hier zeigt sich die Wichtigkeit, die Thematik in eine umfassendere Gesamtheit zu stellen, so wie es Diversity vorschlägt. Weitere Themen wie Work/Life-Balance stehen in einem Zusammenhang, den es zu bedenken gilt, ebenso wie die Unternehmenskultur, die sich den Themen öffnen muss. Die Einbettung in unternehmensinterne Prozess darf nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Einen möglichen Ansatz bieten e-learning-Module, mittels derer in kurzer Zeit wesentliche Lerninhalte vermittelt werden. Sie ermöglichen eine Weiterbildung über das Internet, die das Verständnis für Diskriminierungen, spezielle Bedürfnisse und eine offene Haltung schulen können. Letztendlich verbessert dies auch die interne Kommunikation und das Miteinander.