Junge Menschen in Deutschland wertkonservativer als angenommen?

Jungen Menschen in Deutschland sind Heirat, Familie, harte Arbeit und Engagement für eine gute Sache wichtiger als Reichtum und schneller Ruhm. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von BBDO Europe, die unter jungen Leuten zwischen 18 und 30 Jahren in sieben europäischen Ländern durchgeführt wurde. Danach entpuppen sich die, häufig als Spaßgeneration bezeichneten, jungen Deutschen als bodenständig, werteorientiert sowie zielstrebig und sind damit weit konservativer als ihr Image. 88 Prozent der jungen Deutschen geben an, klare Ziele im Leben zu verfolgen. Weitere 41 Prozent hätten kein Problem damit, härter zu arbeiten als ihre Eltern. Eine ähnliche Motivation zeigten unter den jungen Europäern sonst nur noch die Franzosen. Wichtiger als materieller Reichtum ist es der jungen deutschen Generation jedoch, Erfahrungen zu sammeln. 46 Prozent bestätigen diese Aussage. Bei den jungen Leuten aus den anderen europäischen Ländern ist diese Meinung sogar noch stärker ausgeprägt und liegt bis auf Rußland weit über 50 Prozent.

Wie für die gesamte junge europäische Generation, stehen Heiraten und eine Familie gründen auch bei den jungen Deutschen ganz hoch im Kurs: 71 Prozent der deutschen Befragten gaben an, eine Zukunft mit Ehe und Kindern führen zu wollen. 60 Prozent der Deutschen halten es für wichtig, dass erwerbstätige Mütter ihre Karriere für die Kindererziehung unterbrechen; für erwerbstätige Väter wurde dies nicht erhoben. 37 % der jungen deutschen Männer sehen Frauen als Hausfrau und Mutter, was für 27 % der Frauen zutrifft.