Informatik ist out: Jugendliche wollen nicht in der IT-Branche tätig sein

Laut einer Studie, die der IT-Dienstleister Computacenter gemeinsam mit dem Meinungsfor-schungsinstitut TNS Emnid durchgeführt hat, ist Informatik bei der Berufswahl von Jugendli-chen nicht einmal mehr dritte Wahl. Obwohl die IT-Branche verzweifelt nach Nachwuchs sucht und die Jugendlichen das auch wissen, kann sich nur rund ein Drittel der 750 Befragten vorstel-len, in einem IT-Beruf zu arbeiten. Zwar gehen Jugendliche und Berufseinsteiger versiert mit Technik um, aber nur sechs Prozent sind von der Attraktivität des Berufsfeldes überzeugt. Die Entscheidung gegen ein Informatik-Studium fällt häufig aus Imagegründen. Der Beruf habe kein hohes Sozialprestige, erklärte Prof. Barbara Schwarz, Vorsitzende des Kompetenzzentrums Technik-Diversity-Chancengleichheit, bei der Bildungsmesse Didacta in Hannover Befragungen haben gezeigt, dass Berufe wie Lehrer, Anwalt, Arzt oder Unternehmer mit Blick auf das Image deutlich besser abschneiden: Informatiker gelten als Eigenbrötler oder – im Ju-gendjargon – als „Nerds“ (englisch für Langweiler, Sonderling). Allerdings werden deren Aussich-ten auf dem Arbeitsmarkt für durchaus rosig gehalten: So gingen 74 Prozent davon aus, dass In-formatiker künftig noch stärker als bisher benötigt würden. Von den Anwälten glaubten das nur 42 Prozent der befragten Jugendlichen.