EuropäerInnen fordern Telearbeit

Ein Drittel aller befragten europäischen Unternehmen bietet seinen MitarbeiterInnen keine Möglichkeiten zur flexiblen Arbeitsgestaltung, obwohl sich 40 % der Angestellten wünschen, mehr außerhalb des Büros zu arbeiten als sie es zur Zeit tun. Zu diesem Ergebnis kommt eine Trend-studie zum Thema flexibles Arbeiten der Firma Avaya. Der Studie zufolge, würde die strategische Unternehmensplanung gerade in deutschen Unternehmen nicht genügend Rücksicht auf die Tatsache nehmen, dass einzelne Abteilungen innerhalb eines Unternehmens unterschiedliche Bedürfnisse in Sachen flexibles Arbeiten und Telearbeit besitzen. Während 60 % der Mitarbeiter-Innen aus der Finanzabteilung und 49 % aus dem Marketing ein verstärktes Potenzial für Telearbeit sehen, lehnen dies 74 % des Sales und 69 % in der Administration strikt ab. Bezogen auf die Alters-gruppen stehen die 36 – 45-jährigen mit 51 % dem Thema aufgeschlossen gegenüber. Alle anderen Altersgruppen lehnen Arbeiten von zu Hause oder unterwegs eher ab. Die Studie zeigt, dass Unternehmen nicht das Potenzial der neuen Arbeitsformen nutzen, obwohl viele Beschäftigte an flexiblem Arbeiten interessiert sind. Gründe dafür seien fehlende Technologie sowie ein unzu-reichendes Verständnis von dem, was sich hinter flexiblem Arbeiten verbirgt. Fazit: Unternehmen sollten ihre MitarbeiterInnen stärker als bisher über die Möglichkeiten von Telearbeit informieren und gleichzeitig die Vorraussetzung für den Zugang zu allen relevanten Daten von zu Hause oder unterwegs schaffen.