NORMEN SIND ANSTRENGEND – AUCH DIE COOLEN

In Deutschland besteht eine deutliche Abneigung gegenüber gesetzlichen Regelungen. Kein Wunder, da die deutsche Kultur ohnehin von Normen und dem Konzept „Ordnung“ geprägt ist. Ausbruchversuche stehen daher regelmäßig an – vor allem bei der jeweils jungen Generation. Die verwegene Camping-Welle der 1960er Jahr e versprach zum Beispiel die Befreiung von städtischer Enge und häuslichem Muff. Aber die Deutschen unterschätzten sich selbst. Continue reading

THE POWER OF SYMBOLS AND NORMS

Barriers can be very visible, even blatant, just like this “no high heels this way” sign at a global headquarters I recently visited. Here, women might get the impression that they have to take a detour and who knows if their extra mile will even get them to the top floor? Of course, the sign forms part of a corporate safety policy and serves as an important protection. It is, however, at the same time one of the many symbols that accumulate to manifest mono-cultural norms. Continue reading

AUCH CHEFINNEN KOMMEN UND GEHEN

Die erste Quotenfrau ging im Frühjahr, zwei neue kommen in Kürze. Auf diesem boulevardesquen Niveau kommentierte die deutsche Wirtschaftspresse diverse Personalentscheidungen der Deutschen Telekom in diesem Jahr. Die derben Schieflagen in der Berichterstattung sind ebenso durchgängig wie sie unbeachtet blieben. Bei den Besetzungsentscheidungen – wie die jüngste Berufung zweier Telekom-Vorstandsfrauen – diskutiert die Journaille die Qualifikation der Kandidatinnen. Continue reading

THE SORA METHOD RE-INTERPRETED TO REACH THE PROPELLING POTENTIAL PRINCIPLE

Over the many years of our practical work with Diversity, we have found out that the different concepts and elements that are discussed along with ‘Managing Diversity’ are closely related to the cognitive process, and thus the SORA method. We have finally, in 2009, come to redefine Diversity as The Propelling Potential Principle, through which different strengths and approaches are consciously and thus purposefully utilised by being valued and included.

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PROGRESS THROUGH QUALITY

With increased attention from top management, politics and the Media, the work on D&I has become a tougher business. Not so long ago, awareness raising programmes, networking platforms and informational communication were considered effective if they were positively evaluated. Nowadays, expectations for double-digit growth are extended to the representation of women in management, and stakeholders can be impatient at times when it comes to progress. The good news is, that now resources are less of an issue than they used to be, but what about the acknowledgement of the complexity of D&I and hence the sophistication and time a powerful programme needs? Continue reading

AMERIKANISCHE VERHÄLTNISSE

Das andauernde Gezerre um Quoten – fest oder flexibel, Aufsichtsrat, Vorstand oder Management– ist Segen und Fluch für Diversity. Die öffentliche Diskussion und politische Intervention hat Jene auf den Plan gerufen, die bislang zu wenig beteiligt waren: die Vorstände. Gleichzeitig entwickelte sich die Diskussionstiefe zurück in die Diversity-Steinzeit: Der Anteil von Frauen in bestimmten Bereichen scheint das Einzige zu sein, was von Interesse ist. Damit wird die Kehrseite einer Zusammenarbeit mit dem Top-Management sichtbar – die brutale Konzentration auf ein oder zwei Aspekte „mit dem größten Hebel“. Continue reading

Gender Pay Gap: Alles nur Auslegungssache?

Folgender Leitartikel erschien bei „Gleichstellung online“ im Verlag Dashöfer. Michael Stuber verfasst dort zweiwöchentliche Gastbeiträge zu Gender Diversity.
Dass Frauen bei gleicher Qualifikation signifikant weniger verdienen als Männer, erschien bislang geläufig und war als – zu verändernde – Tatsache bekannt. Auf Basis EU-weiter Analysen stand in den letzten Jahren stets ein Gehaltsunterschied von ca. 20% im Raum. Continue reading

Äpfel und Birnen oder Kraut und Rüben? Die aktuelle Diskussion über Frauenquoten

Seit ihrer Verkündung vor einem halben Jahr bleibt die Frauenquote – am Beispiel der Deutschen Telekom – in der öffentlichen Diskussion. Von Politikzirkeln über Expertenkreisen bis hin zu populären Medien wird das Thema – mehr oder weniger kompetent – ventiliert. Persönliche Ansichten sind dabei ebenso schwer von nüchternen Fakten zu trennen, wie Machttaktik von Potenzialorientierung. Damit enthüllt das Thema gleichsam seine Natur und sein größtes Problem: Individuelle Einstellungen und Emotionen beeinflussen die Diskussion und die Schachzüge.

Der Artikel wurde im Blog JUMP veröffentlicht. Zum vollständigen Artikel

Am liebsten gratis: Ausnutzung oder Missbrauch des Ehrenamts?

Die jüngste wirtschaftlich angespannte Lage bietet Unternehmen einen neuen Vorwand, nach Sparpotenzialen zu fahnden. Vor zwei bis fünf Jahren waren es noch ambitionierte Shareholder-Value-Ziele, jetzt dient der drohende Bankrott dazu, Budgets zu minimieren. In dem paradoxerweise schmächtig ausgestatteten Bereich der optimalen Potenzial-Nutzung – kurz Diversity – zeigen sich jüngst zwei bedenkliche Trends: Die Minimalisierung und die Freiwilligenrekrutierung. Continue reading

Die Burka in der Bütt – Wenn Realität auf Brauchtum trifft

Zeitgemäße Tradition – kann es das überhaupt geben? Oder gar fortschrittliche Tradition? Ganz ehrlich: Jede Tradition war zu Beginn neu oder gar revolutionär, meist aber zumindest unerhört. Erst ihre Beständig-keit macht sie sprichwörtlich althergebracht und je nach Sichtweise verstaubt, überholt oder rückwärtsgewandt. Dem Kölner Karneval erging es nicht besser: Anfangs selbst Provokation wurde er über Jahrhunderte zum Inbegriff des konservativen Klüngels mit rigorosen Regeln
,politischem Protektionismus und vollständiger Veränderungsresistenz. Continue reading

„Stellt Euch nicht so an, Jungs!“

… so sollte die Reaktion der ARD und des Werberats lauten, als sich ein paar Männer durch die Werbung für die neue weibliche Powerserie im Ersten in ihrer Vormachtstellung bedroht fühlten. Schließlich wischte das starke Geschlecht während der letzten 50 Jahre die Sexismus-Vorwürfe von Frauen mit solch barschen Tönen beiseite. „Ist doch nur Spaß!“, und nicht böse gemeint, stellt eine weitere Variante dar, mit der der plötzlichen Empfindsamkeit der Männer ‚angemessen’ begegnet werden könnte. Continue reading

Frauen in der Kommunalpolitik: Je höher der Gipfel, desto dünner die Luft

Aktuelle Ergebnisse eines Gender-Rankings zeigen: Je wichtiger Ämter in der Kommunalpolitik werden, desto weniger Frauen sind darin vertreten. Unterschiede zwischen Großstädten sind eklatant.Ein Forschungsteam der Fernuniversität Hagen entwickelt ein Gender-Ranking deutscher Großstädte. Erste Ergebnisse zeigen, dass Frauen gemessen an ihrem Bevölkerungsanteil in allen Positionen unterrepräsentiert sind. Je wichtiger diese Ämter in der Kommunalpolitik werden, desto stärker ist diese Unterrepräsentanz ausgeprägt. Continue reading

Studie: Diversity Management an europäischen Business Schools

Hochschulen sollen Führungs- und Fachkräfte auf ihre künftigen Aufgaben vorbereiten. Angesichts der wachsenden Vielfalt in den Belegschaften darf daher auch der Umgang mit Vielfalt – Diversity Management – nicht zu kurz kommen.Eine Studie der European Academy of Business in Society (EABIS) untersuchte daher, welche Rolle Diversity Management in den Lehrplänen europäischer Business Schools spielt. Dazu wurden Dekane und MitarbeiterInnen von mehr als 254 Business Schools weltweit befragt. Continue reading