Neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu Unconscious Bias zeigen, dieses Konzept ist keine Wunderwaffe

Aktuelle Forschung zu Unconscious Bias hat ergeben, dass Bewusstsein für und Besorgnis über die Äußerung von Bias dazu beitragen, Rückmeldungen anzunehmen und Schritte zu dessen Reduzierung einzuleiten. Die Studie von Perry, Murphy und Dovidio (in Druck) fand heraus, dass weiße TeilnehmerInnen mit hohen Punktwerten auf einer neu entwickelten Skala zum Bias-Bewusstsein wahrscheinlicher die (fiktiven) Ergebnisse eines Instruments zur Messung von Bias zu akzeptieren, welches ihre Präferenz für weiße Menschen gegenüber dunkelhäutigen Menschen anzeigt. TeilnehmerInnen mit einem geringeren Bias-Bewusstsein tendierten dazu, solche Rückmeldung abzulehnen. Weiterhin stellte sich die persönliche Akzeptanz von Bias-Rückmeldungen als das essentielle Verbindungsstück zwischen Bias-Bewusstsein und Bias-reduzierenden Maßnahmen für diejenigen TeilnehmerInnen heraus, denen mitgeteilt wurde, sie hätten einen solchen Bias. Diese Ergebnisse bestätigen, dass lediglich Unconscious Bias Training allein nicht die Gesamtheit der subtilen und offenkundigen Diskriminierungen, Ungleichgewichte und Ungleichheiten in eine faire und inklusive Kultur wandeln wird.

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Umgekehrter Bias: Wenn persönliche Überzeugungen den Blick auf Daten und Fakten verstellen

Die Hoppenstedt Firmendatenbank bot viele Jahre einen Fundus an Daten, unter anderem zu Frauen in Führungspositionen. Diese erlaubten Analysen nach Firmengröße und Branche, auch über Jahre hinweg und wurden in der Vergangenheit von Journalisten großer Medien als Aufmacher genutzt. Inzwischen heißt Hoppenstedt Bisnode und der Datenriese arbeitete für die aktuelle Gender Auswertung mit dem Kompetenz-Zentrum Frauen im Management der Hochschule Osnabrück zusammen. Aus dieser Kooperation durften wir eine saubere Analyse und einen sachlichen Bericht erwarten. Auch nach mehrfachen Begutachtungen erscheint der Bericht eher als Beispiel für ideologischen Datenmissbrauch und einen durch persönliche Voreingenommenheit verstellten Blick.

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Die Vielfalt persönlicher Werte: Mehr Spannung – mehr Konflikte und weshalb wir alle verantwortlich sind

Ideologisch motivierte Morde, hitzige Kampagnen für und gegen die gleichgeschlechtliche Ehe und ein Plan, getrennte Buslinien für Juden und Palästinenser in der Westbank zu etablieren. Muss es noch offensichtlicher werden, dass einige Diversity-Schlüsselthemen über zu viele Jahre hinweg vernachlässigt wurden und sich nun mit Wucht zeigen? Wir zahlen nun einen hohen Preis, und dieser wird wahrscheinlich noch steigen. Die traurige Wahrheit dahinter: Wir waren zu beschäftigt mit unseren Lieblingsthemen (Sie wissen schon, die drei Gs: Gender, Generationen und Geographie) und haben dabei die Bedeutung persönlicher Werte dramatisch unterschätzt. Es ist einfach, diese als ‘Privatangelegenheiten’ abzutun, anstatt die Spannungen aufgrund vorhandener Monokulturen anzugehen.

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Sind wir kritisch (genug) über unsere D&I Arbeit?

Viel im Bereich D&I zu tun gilt als etwas Gutes. Die Aktivitäten scheinen mit echtem Engagement gleichgesetzt zu werden. Und wenn die Kommunikation auch noch gelungen ist – oder zumindest bunt und mit netten Wortspielen – ist die Hochachtung quasi gesichert. Achten wir dabei genügend darauf, ob die gewünschten Effekte und Ergebnisse erzielt werden? Erkennen wir (an), dass wir manchmal eine Ebene tiefer gehen und höhere Ziele stecken sollten?

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How to Communicate D&I to GenY Hipsters

Research continues to reveal that the biggest challenge for different generations in working together is communication. Not only that language evolves quickly, also the visual items used are changing dramatically from one cohort to the next. A powerful web-based tool now offers everyone the possibility to create hipster-compatible icons and slogans that will resonate with the future generation. European Diversity Research & Consulting has taken the lead in creating their GenY selling propositions for D&I.

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There is (only) so much you can do for D&I in one year

For the publishers of this website, European Diversity Research & Consulting, 2014 was a year with important projects and fundamental changes. As often, such ground-breaking developments provide both, a base for new activities and a challenge to operate in the new model while still reaching all objectives and target groups. After 18 years in operation, for us the paradigm shift affects many areas and you can also see and feel this.

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Book Review: “Why men like straight lines and women like polka dots” Gender Differences explained, but few Diversity clues

When I first heard about the title of Gloria Moss’s latest book, „Why men like straight lines and women like polka dots“, I was enthused in hoping for additional support in navigating the minefield of ‘real’, i.e. natural, gender differences and ‘constructed’, i.e. nurtured, gender stereotypes. While the book offers a phenomenal compilation of studies to explain differences in how men and women see the world, design products or perceive advertising messages, we find but a few hints about reasons and fixes for the unfortunate gender dynamics that are perpetuated in society and even more in the business world.
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Die Quote verhindert die Nutzung von Vielfalt: „Ohne Akzeptanz keine Performanz“

Viele Jahre wurde diskutiert, nun ist die Entscheidung ist gefallen: Die Frauenquote kommt. Sofern sich auf dem Weg zum fertigen Gesetz nichts mehr ändern sollte, müssen in Zukunft 30% der Aufsichtsratsposten in rund 100 börsennotierten Unternehmen mit Frauen besetzt sein. In einem Interview für die Dezemberausgabe des F.A.Z.-PersonalJOURNAL zeigt Diversity-Experte Michael Stuber die negativen Seiten der Quote und gibt alternative Empfehlungen zur Verbesserung der Situation für Frauen im Management. Weiter lesen

CSU aufgepasst: So geht Willkommenskultur. Potenzial-Prinzip statt Sprachen-Schranke

Wäre die CSU-Führung doch bei der Bildungskonferenz 2014 in Berlin gewesen. Bei dem interaktiven Vortrag von Diversity-Papst Michael Stuber hätte sie in 90 Minuten alles Wissenswerte über die Nutzung von Vielfalt lernen können. In der Vortragsreihe 1: „Willkommen in Deutschland! Beratung, Qualifizierung, Vielfalt?“ erläuterte der Forscher und Berater, wie mit dem Potenzial-Prinzip aus Unterschieden systematisch Mehrwerte entstehen – auch in der bayerischen Gesellschaft.

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Study Results: D&I now more prevalent in Annual Reports (for Investors) than in Corporate Responsibility Reports

D&I is on the move from a social context (previously) to a more business-focused stakeholder positioning. This key finding is based on the analysis of all Annual Reports, CSR Reports and Websites of Europe’s 50 largest corporations as listed in the STOXX ® 50 Europe index. The research carried out by EMEA’s D&I pioneer research & consulting firm, EuropeanDiversity (Cologne), shows for the first time more frequent Diversity content in Annual Reports (92%) than in CSR Reports (82%).
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WORK/LIFE IST EIN KULTURTHEMA

Befragungen und Studien sind sich einig: Flexibles Arbeiten ist zugleich ein Kernaspekt der Arbeitgeberattraktivität und ein Gestaltungselement effektiver und zukunftsorientierter Arbeitsumgebungen. Und an Instrumenten mangelt es nicht: Von Lebensarbeitszeitkonten über Unterstützung in Alltagsfragen oder Kinder- und Angehörigenbetreuung bis hin zu Hunderten von Teilzeitregelungen. All dies gilt jedoch weiterhin als Sonderfall für einige MitarbeiterInnen, die im traditionellen System anscheinend nicht produktiv sein können. Weiter lesen

Was mich für Diversity motiviert

Was treibt mich nach mehr als 16 Jahren Diversity immer noch für das Thema an? Das fragte mich jüngst ein Journalist, und ich denke, die Frage müssen sich ExpertInnen in diesem Bereich ab und an stellen. Mich erstaunte etwas, dass ich nicht allzu lange überlegen musste: Denn die Aha-Effekte, die ich in meiner Arbeit mit Führungskräften auslöse sind sicherlich der entscheidende Antrieb. Weiter lesen

“IT IS IN YOUR HANDS TO MAKE A DIFFERENCE” (NELSON MANDELA)

The Republic of South Africa was the first country to ban discrimination based on all the core dimensions of Diversity, gender, race, age, disability, religion and sexual orientation, not just in the Civil Code but in their Constitution. This is one of the many enduring elements supporting diversity, respect and inclusion which the grand personality and far-sightedness of Nelson Mandela has created for his country in the course of his exceptional life. His autobiography ‘The Long Walk to Freedom’ contains impressive descriptions of decades of apartheid and how he survived cruelty. Weiter lesen

Getting the right tone from the top

The best established mantra about successful D&I work refers to executive leadership, role modelling and to sponsoring D&I departments and agendas. And the absence of this has become an easy excuse when progress becomes slow. That implies two questions: Who is responsible for providing the impetus so that top management support will be displayed and what does effective patronage look like? Weiter lesen

WER TRITT FÜR DIVERSITY EIN (UND AUF)?

Jede Veränderung benötigt Menschen, die sie betreiben – besonders das Thema Diversity. Denn hier besteht die Besonderheit darin, just einige der Aspekte zu bewegen, die die Beteiligten prägen: ihre Wahrnehmung und Sichtweisen, ihre Werte und Interpretationen, ihre Verhaltensweisen und Rituale. Eine Herausforderung, die entsprechend viele, wohl ausgewählte und hinreichend instruierte VertreterInnen braucht. Weiter lesen

VIELTFALT KÖNNTE DIE WAHL ENTSCHEIDEN

Es ist eine simple Rechnung: Allein die Frauen könnten bei der kommenden Bundestagswahl die absolute
Mehrheit erzielen. Nähmen sie von den Männern noch die hinzu, die nicht ‚Mainstream’ sind, könnten sie
gemeinsam die Verfassung ändern – und zwar selbst dann, wenn es viele sogenannte Abweichler gäbe. Abweichler – das ist einer jener Begriffe, die sehr plastisch die politische Kultur in Deutschland repräsentieren. Weiter lesen