Arbeitsmigration nimmt zu

Die neueste Ausgabe des OECD Jahresberichts „Internationale Migrationstrends“ zeigt, dass die Konjunkturabkühlung in einigen OECD Ländern keinen Einfluss auf den Mitte der 1990er Jahre einsetzenden Aufwärtstrend bei der internationalen Migration gehabt hat: Die westlichen Industrienationen haben trotz des geringen Wirtschaftswachstums nichts von ihrer Anziehungskraft für Menschen aus anderen Teilen der Welt verloren. In den Vereinigten Staaten wurden 2001 und 2002 mehr als eine Million dauerhafte Einwanderer aufgenommen, das sind 25 Prozent mehr als im Jahr 2000. Im selben Zeitraum nahmen einige europäische Länder einschließlich Österreich, Frankreich und der Schweiz ungefähr 15 Prozent mehr Zuwanderer auf. Auch Deutschland gehört mit knapp 6 Prozent Zuwachs legaler Zuwanderer im Jahr 2001 zur Gruppe der OECD-Länder mit hoher Immigration. Erheblich ist dabei vor allem der Anstieg bei der Arbeitsmigration quer durch alle Beschäftigungskategorien: qualifizierte Arbeitskräfte, SaisonarbeiterInnen, Trainees, ArbeitsurlauberInnen, Beschäftigte innerhalb von multinationalen Unternehmen und GrenzgängerInnen. Besonders zugenommen hat die arbeitsbedingte Zuwanderung im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien.