Anti-Diskriminierungskonzept für ein mittelständisches Unternehmen

In den Jahren 2000 und 2002 wurden vom Rat der Europäischen Union drei EU-Anti- Diskriminierungs-Richtlinien verabschiedet. Unabhängig vom Stand der nationalen Umsetzung, die für alle EU-Staaten bindend ist, haben die Rahmen-Richtlinie und die Antirassismus-Richtlinie ihre Gültigkeit bereits erlangt. Mit einem Gesetzesentwurf ist in Deutschland nicht vor Mitte 2004 zu rechnen.

Das Inkrafttreten eines entsprechenden Gesetzes ist zum 1. Mai 2005 vorgesehen. Notwendige Vorbereitungsarbeiten erfordern jedoch einige Zeit.
Die EU-Richtlinien: Alle Arbeitgeber in Deutschland (und der EU) müssen sich auf neue rechtliche Anforderungen einstellen. Dies bezieht sich vor allem auf die sukzessive Umsetzung der drei EUAntidiskriminierungs- Richtlinien. Die Antirassismus-Richtlinie 2000/43/EG, die Rahmen-Richtlinie 2000/78/EG und die novellierte Gleichbehandlungsrichtlinie 2002/73/EG sollen helfen, Diskriminierungen auf Basis von ethnischer Herkunft, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung,
einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Orientierung (= sechs Kerndimensionen) zu bekämpfen und zu verhindern. Die Antirassismus-Richtlinie und die Rahmen-Richtlinie gelten für den öffentlichen und den privaten Bereich gleichermaßen.

Der artikel ist in “Der Personalleiter” erschienen und kann hier nachgelesen werden.