Anspruchsvolle Generation: Die Präferenzen von AbsolventInnen

Eine Umfrage der Unternehmensberatung Ernst & Young unter HochschulabsolventInnen deckt deren Wünsche an zukünftige Arbeitsgeber auf. 72% der Befragten nannten persönliche Entfaltungschancen als Top-Kriterium bei der Arbeitgeberwahl, 56% wünschten eine ausgewogene Work-Life-Balance. Die Karriere ist zwar noch für 35% der Befragten wichtig, aber längst ist diese Perspektive nicht mehr der einzige ausschlaggebende Punkt für die Wahl des Arbeitgebers.

Der aufziehende Fachkräftemangel spielt dem ohnehin individualistischen und sorgenfreien Nachwuchs in die Karten und macht junge BerwerberInnen zur „Generation anspruchsvoll“. (Handelsblatt). Unternehmen wollen im Kampf um die besten Köpfe attraktive Pakete anbieten und gehen daher auf die Wünsche der EinsteigerInnen ein. Sie bieten flexiblere Arbeitszeiten und Arbeitsorte an, wollen Chancen und interessante Perspektiven aufzeigen und Jobs aufregend präsentieren. Die jungen ArbeitnehmerInnen begreifen ihre Zeit als wertvoll und wollen diese optimal nutzen. Und so lehnen Einige die Karriereangebote der Unternehmen selbstbewusst ab. Spiegel Online berichtete zwischenzeitlich von Karriereverweigerern, die in ihrem Job keine aufregenden Perspektiven und Karrieresprünge erwarten, sondern einen pünktlichen Feierabend bevorzugen. Noch haben die Unternehmen in dieser Hinsicht nicht ausreichend verinnerlicht, wie wichtig auch die Weiterentwickelung der Unternehmenskulturen ist – denn coole Websites, Broschüren und Messeauftritte sowie nette Einabreitungsprogramme reichen nicht aus, um die Generation anspruchsvoll nachhaltig zu binden.