Alters-Diversity in der betrieblichen Praxis – Diversity erstmals Thema bei INQA: TIK 30, 40, 50+

Auf dem 6. TIK-Treffen am 4./ 5. April 2006 bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), Berlin, beschäftigte sich der „Thematische Initiativkreis 30, 40, 50+ – Älter werden in Beschäftigung“ der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) erstmals eingehend mit dem Konzept Diversity.
Der Kölner Diversity-Experte Michael Stuber präsentierte die spezifischen Ergebnisse zu Altersvielfalt aus seiner aktuellen Diversity Praxis Studie (DPS). [Studie verlinken] Neben Erkenntnissen zur Priorisierung und zur wahrgenommenen Bedeutung der Facette „Alter“, stellte Stuber zahlreiche Beispiele aus der Praxis vor, wie die Gestaltung von Alters- und Generationenvielfalt als Teil von Diversity umgesetzt wird. Aber auch themenspezifische Herausforderungen konnte der Forscher benennen: Sensibilisierung & Kommunikation, Wissensvermittlung, ältere Beschäftigte im Unternehmen halten, die Gestaltung des Altersmix Jung-Alt, die Integration ins Personalmanagement sowie die Berücksichtigung von Alter im Kontext KundInnen & Produkte. Seine Handlungsempfehlungen beziehen sich auch auf Aspekte der statischen Betrachtung von Alt und Jung, existierende Vorurteile und Biases, die Flexibilisierung von HR-Systemen (Karriere, Rotation) sowie die Ausweitung von Kompetenzen. Diese Punkte seien am besten über Qualifizierung zu erreichen, so Stuber.