Die Welt lacht über „Christina Street Day“

Die Kontroverse um den diesjährigen Christopher Street Day (CSD) in München ist wohl eines der anschaulichsten Beispiele dafür, wie sehr eine eigentlich gut gemeinte Idee in die völlig falsche Richtung driften kann. Um die Sichtbarkeit lesbischer Frauen beim Münchener CSD zu erhöhen, haben sich die Veranstalter in diesem Jahr etwas ganz besonderes einfallen lassen: der Christopher Street Day sollte einmalig Christina Street Day heißen, da nach Ansicht der Organisatoren schwule Männer zu sehr im Fokus der Betrachtung stünden und somit Lesben und Transgender in den Hintergrund geraten. Continue reading

Businessverantwortung für Diversity bei HP Deutschland

Ein deutlicher Trend der letzten Jahre: Diversity soll nicht nur Mehrwerte für das Business liefern, sondern auch von der Linie verantwortet werden. Das ist meist leichter gesagt als getan. Denn einerseits ist das glaubwürdige Engagement des Managements für spürbare und nachhaltige Veränderungen unabdingbar, andererseits liegt ein Großteil der Prozess- und inhaltlichen Verantwortung bei Human Resources und beim Diversity Management. Continue reading

Frauen werden in europäischen Unternehmen kaum gefördert

Kein Wunder, dass sich der Frauenanteil in Führungspositionen kaum steigert, denn in den meisten europäischen Unternehmen gibt es trotz breit angelegter öffentlicher Debatten über das Thema keine gezielten Initiativen zur Erhöhung der Anzahl weiblicher Führungskräfte. Zu diesem Ergebnis kommt die Women’s Leadership Development Survey unter 450 HR-, Talent- und Diversity-Managern aus der EMEA Region. Continue reading

Flop: Puma & Procter & Gamble – Animagical

Bei all dem künstlichen Glamour unserer Zeit sehnen sich Viele nach Natürlichkeit – oder auch zuweilen nach zügelloser, animalischer Triebhaftigkeit. Genau dies, gepaart mit magischen Elementen präsentiert Procter & Gamble mit dem Lizenzduft PUMA Animagical. Über so viel menschliche Unbefangenheit könnte man sich freimütig freuen, wenn nicht, ja wenn nicht die kreative Wertschöpfungskette auf der ganzen Linie versagt hätte. Continue reading

Kinder sind keine Karriere-Killer

Wenn es um Familie und Kinder geht, werden Männer und Frauen beruflich noch immer mit zweierlei Maß gemessen. „Für Männer gelten Kinder als ein Erfolgsfaktor der Karriere: Väter arbeiten mehr, verdienen mehr und erhalten mehr Anerkennung. Niemand hinterfragt, wie sie die ‚Doppelbelastung’ von Familie und Beruf meistern. Für Frauen hingegen gelten Kinder als Haupthindernis für eine Karriere“. So fasst Michael Stuber seine Erkenntnisse aus zahlreichen unternehmenskulturellen Analysen zusammen. Continue reading

AMERIKANISCHE VERHÄLTNISSE

Das andauernde Gezerre um Quoten – fest oder flexibel, Aufsichtsrat, Vorstand oder Management– ist Segen und Fluch für Diversity. Die öffentliche Diskussion und politische Intervention hat Jene auf den Plan gerufen, die bislang zu wenig beteiligt waren: die Vorstände. Gleichzeitig entwickelte sich die Diskussionstiefe zurück in die Diversity-Steinzeit: Der Anteil von Frauen in bestimmten Bereichen scheint das Einzige zu sein, was von Interesse ist. Damit wird die Kehrseite einer Zusammenarbeit mit dem Top-Management sichtbar – die brutale Konzentration auf ein oder zwei Aspekte „mit dem größten Hebel“. Continue reading