Erstes hochdeutsches Lexikon für Gebärdensprache erstellt

Seit diesem Frühjahr gibt es das erste Wörterbuch für Gebärdensprache, das verschiedene Vari-anten der deutschen Gebärdensprache zu einer hochdeutschen Gebärdensprache zusammen-führt. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte digitale Wör-terbuch stellt mit seinen 18.000 Videos einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zur Standardi-sierung und Dokumentation der Deutschen Gebärdensprache dar. Continue reading

Ohne Ausbildung keine Integration

Anlässlich der Vorstellung des Berufsbildungsberichts 2009 zeigte sich die Integrationsbeauftrag-te der Bundesregierung, Prof. Maria Böhmer, über das Ausbildungsgefälle zwischen jungen Men-schen mit und ohne Migrationshintergrund beunruhigt. Der Berufsbildungsbericht 2009 gelangt zu dem Ergebnis, dass im Vergleich mit den einheimischen Jugendlichen noch immer mehr als doppelt so viele Jugendliche aus Zuwandererfamilien die Schule abbrechen (16 % gegenüber 6,4 %). Continue reading

Studie offenbart dringenden Handlungsbedarf gegen Diskriminierungen

Laut einer aktuellen Studie des Sinus-Instituts – im Auftrag der Antidiskriminierungsstelle des Bundes – gibt es in fast allen Milieus starke Vorurteile gegen Menschen mit Migrationshin-tergrund. Diese äußern sich in Unbehagen, Misstrauen und irrationalen Ängsten („Ich würde auch nicht die Tür aufmachen, wenn ein Dunkelhäutiger davorsteht“), ebenso wie in bekannten ressentimentgeladenen Negativklischees („Die wissen, wie man an Sozialgeld kommt“). Ursache dieser Grundeinstellung ist häufig das Gefühl einer nicht beherrschbaren Bedrohung durch eine hohe Zahl ins Land strömender Fremder. 50 Prozent der Befragten möchten nicht mit einem Türken in einem Haus wohnen und fast 86 Prozent erklären, dass sich Ausländer durch ihr Ver-halten und ihr Auftreten selbst ausgrenzen. Continue reading

Ideeninitiative „Integration durch Musik“

Bis zum 30. Juni 2009 sind deutschlandweit Akteure mit gemeinnütziger Zielsetzung eingeladen, musisch orientierte Projekte für eine erfolgreiche Integration von Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen zu entwickeln. Insgesamt stehen 50.000 Euro För-dermittel zur Verfügung. Von den eingereichten Projektanträgen werden bis zu 15 umgesetzt und jeweils mit bis zu 5.000 Euro von der Ideeninitiative ‘Integration durch Musik’ unterstützt. Ausgerufen wurde das Projekt durch die Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung (LMKMS). Ge-sucht werden praktische Beispiele mit Vorbildfunktion, die zeigen, wie Musik die Integration fördert. Dabei geht es der Stiftung ausschließlich um neue Projektideen – Projekte, die bereits gestartet sind oder die in gleicher Form schon in Deutschland existieren, können nicht gefördert werden. Die Laufzeit der Projekte sollte zunächst drei Monate nicht überschreiten. „Ich sehe es als eine der großen Aufgaben unserer Gesellschaft, das Verständnis zwischen Menschen unter-schiedlicher Kulturen zu fördern. Musik kann hierfür eine wichtige Brücke sein“, erklärt Liz Mohn ihr Engagement. Nähere Angaben und einen Leitfaden zum Projektantrag finden Sie: hier

„Stellt Euch nicht so an, Jungs!“

… so sollte die Reaktion der ARD und des Werberats lauten, als sich ein paar Männer durch die Werbung für die neue weibliche Powerserie im Ersten in ihrer Vormachtstellung bedroht fühlten. Schließlich wischte das starke Geschlecht während der letzten 50 Jahre die Sexismus-Vorwürfe von Frauen mit solch barschen Tönen beiseite. „Ist doch nur Spaß!“, und nicht böse gemeint, stellt eine weitere Variante dar, mit der der plötzlichen Empfindsamkeit der Männer ‚angemessen’ begegnet werden könnte. Continue reading

Vereinbarkeit von Beruf und Familie stärkt Wettbewerbsfähigkeit

Die berufundfamilie gGmbH – eine Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung – hat im Jahr 2008 mehr als 340 Unternehmen, Institutionen und Hochschulen auditiert. Trotz Wirtschaftskri-se konnte damit ein Zuwachs von rund 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet wer-den. 97 Prozent der bereits zertifizierten Arbeitgeber verbleiben im Auditierungsprozess und ver-folgen den Weg zu einer familienbewussten Personalpolitik weiter. Continue reading

T-Sytems zählt zu den Top-Arbeitgebern

T-Systems zählt im Ausland zu den besten Arbeitgebern. Der Dienstleister für Informations- und Kommunikationstechnik erhielt in Italien den Top Employer Award 2009 für eine offene Unternehmenskultur, herausragende Arbeitsbedingungen, soziales Bewusstsein und für die be-sondere Talententwicklung und -förderung. Die jährliche Auszeichnung wird von der unabhän-gigen Unternehmensgruppe CRF verliehen. Continue reading

Studie über die Nutzung von Mehrsprachigkeit im Berufsleben veröffentlicht

Unbestritten ist Deutschland ein Land der Sprachenvielfalt. Leider werden die damit verbunde-nen Potenziale oft genug nicht genutzt. Wie diese Potenziale erschlossen werden können und in welchen Bereichen des Arbeitslebens Einsatzmöglichkeiten der Mehrsprachigkeit von Beschäftigten mit Migrationshintergrund liegen, erforschten Sprachwissenschaftler der Universität Hamburg im Auftrag des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge.
Die Ergebnisse der Untersuchungen wurden im Bericht „Nutzung der Mehrsprachigkeit von Menschen mit Migrationshintergrund“ vorgelegt. Danach gibt es einen regional auftretenden Be-darf an Mehrsprachigkeit in den medizinisch-sozialen Berufen, bei bestimmten gewerblichen Dienstleistungen sowie in der öffentlichen Verwaltung und bei Firmen, die Kontakte ins Ausland pflegen. Die Verwendung von Herkunftssprachen findet bislang überwiegend zufällig statt und erfährt meist keine besondere Förderung. Häufig werden Angestellte mit Migrationshintergrund ad hoc als Dolmetscher eingesetzt. Die Studie gibt Empfehlungen für die gezielte Förderung be-rufsbezogener Mehrsprachigkeit: So sollte dem Thema Mehrsprachigkeit mehr Platz in der For-schung eingeräumt werden, das Rechtssystem sollte den sprachlichen Realitäten angepasst wer-den, und Diversity Management“ weiter gefördert werden, um verstärkt MitarbeiterInnen mit Migrationshintergrund einzubeziehen und ihre sprachlichen Kompetenzen zu nutzen.

Studie belegt: Frauen in Führungspositionen werden oft benachteiligt

Der Anfang April veröffentlichte Führungskräfte-Monitor untersucht die Situation von Frauen in den Chefetagen der Privatwirtschaft. Dabei sollten Antworten auf die folgenden Fragen gefun-den werden: Wie hoch ist der Anteil von Frauen in Führungspositionen in der deutschen Wirt-schaft? Warum verdienen sie meist weniger als ihre männlichen Kollegen? Und warum sind weibliche Chefs seltener verheiratet als männliche? Die Studie des DIW Berlin im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend berücksichtigte dabei Faktoren wie geschlechtstypische Berufe und Branchen, Ausbildung und Berufserfahrung, Verdienst und Sondervergütungen sowie die familiäre Situation und Persönlichkeitsmerkmale. Ergebnisse der Studie sind u. a., dass der Anteil von Frauen in Führungspositionen 2006 mit 31 Prozent zwar noch immer unterdurchschnittlich, jedoch höher als in den Jahren zuvor ist. Frauen erhalten ei-nen geringeren Verdienst und weniger Sondervergütungen als ihre männlichen Kollegen. Auch bei nicht-monetären Leistungen wie beispielsweise dem Firmenhandy für den privaten Gebrauch stehen sie meist schlechter da. In vielen Haushalten herrscht noch immer eine traditionelle Auf-gabenteilung, was die Situation für Frauen weiter erschwert. Dies ist einer der Gründe, warum Frauen in Führungspositionen seltener als ihre männlichen Kollegen verheiratet sind und seltener Kinder haben. Weitere Informationen: hier

Stellenanforderung: „Deutsch als Muttersprache“ ist diskriminierend

Das Berliner Arbeitsgericht hat einer Schadensersatzklage wegen Verstoßes gegen das Allgemei-ne Gleichbehandlungsgesetz (AGG) in erster Instanz stattgegeben. Alana Lockward, studierte Medienwissenschaftlerin und Kuratorin, hatte sich bei den Berliner Kunst-Werken auf eine per-fekt auf sie zugeschnittene Stelle beworben. Noch vor Beendigung des Bewerbungsverfahrens erhielt sie allerdings eine Absage. Continue reading

Rising Revenues: Diversity in Marketing and CRM. Web-Cast, The Conference Board

Money is made through the market – with individual consumers or with corporate clients. In both cases, acknowledging the diversity of customers is critical to making the most of existing and future market potential. Participants of the WebCast “Rising Revenues: Diversity in Marketing and CRM” by Michael Stuber, which was organised by the Conference Board, learned a lot about leveraging untapped market potential through D&I. The WebCast was held on April 28th 2009. Continue reading

Der Unterschied macht den Unterschied

Ein Team, deren Mitglieder alle die gleiche Leier spielen, ist sicher harmonisch, aber ist es auch leistungsstark? Studien zeigen, dass heterogene Teams kreativer arbeiten und durch ihre Ergebnisse u.a. neue Kunden gewonnen werden können. Heterogenität ist also mehr als nur “nice to have”. „Unternehmen sind darauf angewiesen, die unterschiedlichen Potenziale ihrer Beschäftigten – gerade in schwierigen Zeiten – zu erkennen, zu entwickeln und zu nutzen. Eine einbeziehende Unternehmenskultur fördert die Zufriedenheit in der Belegschaft und den wirtschaftlichen Erfolg,“ kommentiert Michael Stuber. Sebastian Nitz hat darüber einen Bericht für SEB Connenct verfasst, den Sie hier nachlesen können.